Eichenschrank mit Chimären-Schnitzereien im Henri-II-Stil, Frankreich/Belgien, ca. 1860–1890. Dieser massive Eichenschrank besticht durch seine architektonische Struktur und detaillierten Schnitzereien, darunter Chimärenköpfe und ein Löwenmaskaron. Ein beeindruckendes Stück für Arbeitszimmer oder Bibliothek. 1 750,00 €
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Eichenschrank mit Chimären-Schnitzereien im Henri-II-Stil, ca. 1860–1890 (6193)
Farbe BronzeBraunEiche
Beschreibung
Eichenschrank mit geschnitzten Chimären — im Henri-II-Stil
Dieser beeindruckende Bibliotheksschrank ist ein herausragendes Meisterwerk der französischen und belgischen Holzschnitzkunst des späten 19. Jahrhunderts, ausgeführt im klassischen Henri-II-Stil. Aus massiver, dunkel getönter Eiche gefertigt, zieht er mit seiner architektonischen Struktur die Blicke auf sich.
Das um 1860–1890 gefertigte Stück besticht durch seine heraldische Komposition. Oben flankieren zwei im Profil dargestellte Chimärenköpfe (chimère) ein zentrales Lilienmotiv. In der Mitte, umrahmt von einer ovalen Kartusche, tritt ein tief geschnitzter Löwenmaskaron mit aufgerissenem Rachen und Hörnern im Hochrelief hervor. Historisch dienten solche Schränke in den Arbeitszimmern von Adligen und Intellektuellen als sicherer Aufbewahrungsort für wichtige Dokumente. Das Möbelstück befindet sich in einem guten, historischen Zustand mit natürlicher Eichenholzpatina. Der Zustand des Artikels ist vollständig auf den Fotos abgebildet.
Momentaufnahme der französischen Romantik, Victor Hugo (Victor Hugo): Es war ein später Abend im Jahr 1862, als die schweren, tintenbefleckten Manuskripte endlich zu einem massiven Stapel zusammengetragen waren. Der Schriftsteller stand in der dämmrigen Stille seines Arbeitszimmers, wo das einzige Licht von einer nahen Kerze kam, deren Flamme über die dunklen Eichenpaneele spielte. Sein Blick verweilte auf den heraldischen Türen des Schranks — dort, im Schatten, hielten die Chimären lautlos Wache, während der aufgerissene Rachen der zentralen Löwenmaske bereit schien, dieselbe Geschichte von Unrecht und Macht auszurufen, die er soeben auf Papier verewigt hatte.
Der Duft von frischer Tinte, Staub und altem Holz lag in der Luft. Er öffnete langsam die schweren Türen, spürte die Kühle der glatten, gedrehten Balustersäulen unter seinen Fingern und legte die eben vollendeten Seiten der „Elenden“ auf das Fach. Diese massive Holzschöpfung war nicht bloß ein Möbelstück; sie wurde zu einem Tresor für seine Gedanken, ein treuer und stiller Zeuge zwischen den Qualen des genialen Schaffens und dem unaufhaltsamen Lauf der Geschichte.
