Antike Biedermeier-Serviertablett — Mitte des 19. Jahrhunderts. Dieses große, handbemalte Metalltablett besticht durch eine detailreiche Blumenkomposition und zarte Vergoldungen. Ein seltenes Stück angewandter Kunst, das jedem Interieur einen Hauch von Geschichte verleiht. 260,00 €
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Antiker Biedermeier-Stil handbemalte Metallschale – Mitte 19. Jh. (6369)
Länge 80 cm Breite 61.5 cm Farbe NaturDunkelgrünKaffeebraun
Beschreibung
KOMPLEKT:
Länge: 80 cm
Breite: 61,5 cm
Die Schale ist aus massivem Metall (Blech oder Zinn) gefertigt, mit einem ausgeprägt welligen, profilierten Rand, der typisch für die späte Rokoko-Ästhetik ist. Die Grundfarbe der Oberfläche ist ein tiefes grünlich-graues, das perfekt mit der historischen „Night Pine Gray“-Ästhetik harmoniert. Der zentrale Bereich wird von einer hervorragend erhaltenen, mehrfarbigen, handgemalten Blumenkomposition eingenommen – ein prächtiger Strauß Gartenblumen, dominiert von Rosen, Hortensien und Frühlingsfeldblumen mit feiner Schattierung und Licht-Schatten-Spiel. Der breite, wellige Rand der Schale ist ringsum mit feinen, mit dem Pinsel aufgetragenen goldenen Ranken- und Blattornamenten verziert, die das zentrale Gemälde edel einrahmen.
Momentaufnahme der Biedermeierzeit: 1856, Wien. In der Wohnstube des Schriftstellers und Dichters Adalbert Stifter herrscht eine ruhige Nachmittagsstimmung, und der Duft von frisch gebrühtem Kaffee und warmem Gebäck erfüllt den Raum. Am Fenster, wo die Frühlingssonne die feinen Raumecken erhellt, wird auf einem massiven Nussbaumtisch der Stolz der Hausherrin platziert. Die Anwesenden bemerken die Geschirre und das feine Porzellan kaum – ihre Blicke werden vom seltsamen Lichtspiel auf dem dunkelgrünen Grund und den goldenen Ranken gefangen, die die so vertrauten, aber zugleich so poetisch dargestellten Gartenblumenmotive umrahmen. Jede Berührung der kühlen, leicht patinierten Oberfläche und der handgemalten Pinselstriche öffnet eine ganze Geschichte von Erinnerungen an Flussufergärten und ländliche Ruhe. Es ist ein Moment, in dem ein einfacher Haushaltsritus in ein gemächliches und malerisches Kunsterlebnis vor den langen Abendgesprächen übergeht.
HERSTELLER UND MANUFAKTURSTEMPEL
Direkte Manufaktur-Stempel oder Meisterunterschriften, die für diese Art von Zinn- und Metallarbeiten aus der Mitte des 19. Jahrhunderts typisch waren, sind auf dem Objekt nicht erhalten geblieben. Die Ausführungstechnik – die Formgebung der Schale und der asymmetrische, professionelle Farbauftrag mit dem Pinsel – deutet auf eine spezialisierte österreichische oder e Werkstatt (möglicherweise im Raum Braunschweig oder Wien) hin, die für den anspruchsvollen Markt der damaligen Zeit höchste Qualität lieferte.
RARITÄT UND BEDEUTUNG
Schalen dieser Größe (80 cm Länge) und in einem so guten Erhaltungszustand der Bemalung sind eine große Seltenheit und stehen bei Sammlern hoch im Kurs. Meistens ist die Amalgam- und Farbschicht bei Metallgegenständen dieser Periode im Laufe der Zeit vollständig abgerieben oder durch Rost beschädigt, doch dieses Exemplar hat seine malerische und dekorative Integrität erstaunlich authentisch bewahrt.
ANWENDUNG IN INTERIEUR, DESIGN UND FOTOGRAFIE
Dieses Objekt ist ein vielseitiger und äußerst wirkungsvoller visueller Akzent für jedes Interieur. Es wirkt königlich als zentrales Element auf einem großen Buffet, einem Esstisch oder an der Wand als Gemälde befestigt. Dank des patinierten Grüntons und des reichen Blumenmotivs fügt es sich perfekt in klassische Landhaus- (Country House / Chateau) Interieurs ein und dient als dramatisches und luxuriöses Element in modernen Eclectic- oder Maximalist-Räumen, wo es einen Kontrast zu modernen Texturen bildet. Für Fotografen und Dekorierer ist diese Schale eine unverzichtbare, großformatige Requisite zur Schaffung historischer und luxuriöser Stillleben.
ZUSTAND
Die Schale befindet sich in einem guten, authentischen historischen Zustand mit natürlicher Patina der Zeit und Gebrauchsspuren. Auf der Oberfläche und auf der Rückseite sind kleine, natürliche Altersspuren sichtbar – Mikrorisse in der Farbschicht und kleine, oberflächliche Korrosionspunkte (Rost), die die Herkunft aus dem 19. Jahrhundert und den Kennerwert des Objekts nur noch verstärken. Die Bemalung ist stabil, die Farben haben ihren ursprünglichen Charme und ihre Tiefe nicht verloren.
