Beeindruckendes großformatiges Jagdstillleben – Stockente, Trauben, Ananas und Kupferkessel. Öl auf Leinwand, Realismus, Belgien/Frankreich, Ende 19. Jh. – 20. Jh. Signiert, Autor unbestimmbar. In prächtigem vergoldeten Rahmen. 113×154 cm. 1 750,00 €
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Großes Jagdstillleben mit Ente und Kupferkessel, vergoldeter Rahmen (118)
Höhe 113 cm Breite 154 cm Farbe GoldDunkelbraunDunkelgrün
Beschreibung
Maße:
SET:
Höhe: 113 cm
Breite: 154 cm
Großes Jagdstillleben mit Stockente, Trauben und Kupferkessel – Realismus, Belgien/Frankreich, Ende 19. Jh. – erste Hälfte 20. Jh.
Dieses beeindruckende, großformatige Jagdstillleben (hunting still life) zeigt eine prächtige Komposition aus Wild und Gartenschätzen – einen Stockenten-Erpel mit dem charakteristischen dunklen Kopf und grünlich-gelben Schnabel, der auf einem weißen Leinentuch liegt, daneben einen dunkleren, kleineren Jagdvogel, saftige Trauben, eine Ananas, eine Melone und einen massiven, glänzenden Kupferkessel. Das Werk setzt die große flämische und französische nature morte Tradition fort, in der die Jagdbeute und die Fülle der Früchte vom Wohlstand des Hauses und der Großzügigkeit der Natur sprechen.
Höhe 113 cm, Breite 154 cm (mit Rahmen).
Herstellungszeitraum, Kunststil, Epoche
Das Gemälde gehört zur realistischen Jagdstillleben-Tradition, die in Belgien und Nordfrankreich Ende des 19. Jahrhunderts aufblühte und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts fortgesetzt wurde. Öl auf Leinwand, mit einem überzeugenden Spiel von Licht und Schatten (chiaroscuro) und einer reichen, warmen Farbgebung – der tiefe, dunkle Hintergrund hebt die weiße Brust der Ente und den goldenen Glanz des Kupfergefäßes hervor. Die Datierung bezieht sich auf das Ende des 19. Jh. – erste Hälfte des 20. Jh..
Momentaufnahme der Belle Époque: Joris-Karl Huysmans legte die Feder nieder und trat vom Schreibtisch im Halbdunkel seiner Brüsseler Wohnung zurück. Hinter der Fensterscheibe bedeckte der späte Herbstnebel das Kanalwasser, und irgendwo unten auf der Straße klapperte ein Fuhrwerk über das nasse Kopfsteinpflaster. Im hinteren Teil des Zimmers, auf weißem Leinen, glänzte im Kerzenlicht plötzlich eine glatte, runde Metalloberfläche und der bläuliche Schimmer eines Vogelflügels, als ob die Kühle des Waldes selbst in den warmen Raum geschlichen wäre. Seine Finger strichen einen Moment über den kühlen, schweren Rand, und irgendwo tief in ihm spürte er wieder die Stille jenes Jagdmorgens, als das Wasser noch spiegelglatt war und der Nebel über den Schilf hing. In dieser unbeweglichen Fülle wohnte etwas vom verlorenen Jahr, das er so sehr noch einen Moment festhalten wollte.
Künstler und Signatur
Das Gemälde ist in der unteren linken Ecke signiert (siehe Foto) – „G.“ gefolgt von einem Nachnamen. Im aktuellen Zustand ist die Signatur nicht eindeutig zu entziffern, und der Autor ist nicht sicher bestimmbar. Der Stil des Werkes – die tiefen, warmen dunklen Töne im Hintergrund, das glänzende Kupfergefäß mit starkem Lichtreflex und die materielle, fast greifbare Textur der Jagdvögel – weist auf die belgische oder nordfranzösische realistische Jagdstillleben-Tradition hin, die direkt das Erbe der Akademien von Antwerpen und Brüssel und den Geist der flämischen Altmeister des 17. Jahrhunderts fortsetzt. Eine Authentifizierung ist nicht beigefügt. Dem Sammler empfehlen wir, die Signatur in spezialisierten Datenbanken (Bénézit, askArt, KIK-IRPA für Belgien) zu vergleichen, was den dokumentierten Wert des Werkes erhöhen kann.
Seltenheit und Bedeutung
Ein Jagdstillleben dieser Größe – über anderthalb Meter breit – ist selten: Großformatige Werke wurden für repräsentative Esszimmer, Jagdsalons und Herrenhäuser gemalt, und davon sind heute viel weniger erhalten als von kleinen Kabinettbildern. Der Reichtum des Sujets – Ente, ein weiterer Vogel, Ananas, Melone, Trauben, Kupfergefäß – zeugt von einem ambitionierten, technisch versierten Meister.
Anwendung in Interieur, Design und Fotografie
Das Gemälde ist ein dominanter Akzent in einem Esszimmer, einer Bibliothek, einem Jagdsalon, einem historischen Kabinett oder an der Wand eines Restaurants und einer Weinbar. Die dunkle, tiefe Farbgebung und der prächtige vergoldete Barockrahmen passen hervorragend zu einem klassischen, eklektischen oder haute bourgeoisie Interieur. Das große Format macht es zu einem fertigen Kompositionszentrum ohne zusätzliche Dekoration.
Geschenk und Personalisierung
Ein beeindruckendes Geschenk für einen Jäger, Feinschmecker, Weinsammler oder Restaurantbesitzer – ein Werk, das gleichzeitig von Tradition, Wohlstand und der Großzügigkeit der Natur spricht.
Zustand
Das Gemälde ist in gutem Gesamtzustand, mit einer lebendigen, warmen Patina. Der prächtige vergoldete Holz- und Gips-Barockrahmen mit Akanthusblatt- und Blumenornamenten; am Rahmen sind normale altersbedingte Abnutzungserscheinungen und einzelne kleine Defekte an den Rändern zu sehen. Um das Gemälde herum befindet sich ein Passepartout-Streifen aus Stoff. Auf der Rückseite der Leinwand ist eine Konstruktion mit zwei inneren Keilrahmenmodulen unter dem äußeren Rahmen sichtbar (siehe Foto). Der Zustand des Objekts ist vollständig in den Fotos dargestellt.
